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Arbeit am Gedächtnis
Ein Diskurs- und Ausstellungsprojekt des Österreichischen Museums für Volkskunde

Vom Juni bis Dezember 2007 konnten BesucherInnen des Österreichischen Museums für Volkskunde Museumsarbeit an drei Tagen pro Woche live erleben. Tausende Objekte aus den verschiedenen Sammlungen des Hauses wanderten durch Regale, über Tische, durch die Hände der MitarbeiterInnen. Sie wurden registriert, kontrolliert, digitalisiert, bewertet und befragt. Fast das gesamte Museumspersonal arbeitete in den Ausstellungsräumen. Der Arbeitsfluss veränderte die Präsentation jeden Tag, ständig gab es etwas Neues zu sehen. Die Arbeit mit dem vielfältigen Material eines kulturhistorischen Museums bildete den Schwerpunkt dieses Projekts.

Der Prozess selbst hatte experimentellen Charakter, nur einige grundlegende Vorgangsweisen sind festgelegt. Das Österreichische Museum für Volkskunde spielte in dieser Werkstattsituation mit den herkömmlichen Strukturen und Inhalten des Museum. Sie wurden durchbrochen, um einen Diskurs zu etablieren, der nicht nur von ExpertInnen geführt wurde, sondern besonders auf das Mitwirken der BesucherInnen aufbaute. Da, wo viele Dinge ohne Inszenierung zu sehen sind, lassen sich Fragen nach deren Bedeutung, Aktualität und Wahrnehmung leichter stellen. Das Museum selbst will diesen Dialog für seine inhaltlichen, programmatischen und organisatorischen Perspektiven nützen. Nicht zuletzt agiert dieses Museum mit seinen (geringen) Ressourcen zwischen den Bedürfnissen einer rund 200.000 Inventarnummern umfassenden Sammlung und den Maßstäben der Besucherquote.
Impressum
Ein Projekt der MitarbeiterInnen des Österreichischen Museums für Volkskunde
Idee: Margot Schindler
Konzept: Museum für Volkskunde, Büro trafo.K
Gestaltung: Lisi Breuss
Ausstellungsgrafik: Lisi Breuss
Druckgrafik: Abbé Libansky
Fotografie: Abbé Libansky, Barbara Zeidler
Presse: Dagmar Butterweck, Barbara Zeidler
Vermittlung: Claudia Peschl-Wacha, Katharina Richter-Kovarik
Diskurswand-Material: Walking Chair-Designstudio
Tonstudio: highhat
Beschriftung: Franz Alexejew
Druck: REMAprint
Dank an Florian Boesch für seine Stimme.
Vielen Dank an alle ehrenamtlichen MitarbeiterInnen!
Tuesday 10-Jan-12